Im September 2019 war ich in Tokyo und habe natürlich fleissig Bilder geschossen. Aus diesem Urlaub hatte ich hier ewig einen Fuji NPS160 rumliegen, den es nicht richtig auf die Spule gewickelt hat. Wohl ein Fehler meinerseits, da es sonst noch nie passiert ist.

Ich habe schon länger mal über C41 als Standentwicklung nach gedacht. Nach ein bisschen Websuche, wo alle möglichen Entwicklungszeiten zwischen 40 und 60 Minuten zu finden waren, habe ich es mal probiert.

Es bleibt aber super experimentell und soll keinesfalls als die Anleitung eingesetzt werden, da:

  • die Chemie schon ziemlich aufgebraucht war,
  • der Film im Jahre 1999 abgelaufen ist,
  • ich den Mittelwert aus meinen gefunden Daten genommen habe.

Der Fujifilm NPS160 wurde mit ISO 40 in meiner GS645S belichtet. Als Entwicklungsdose habe ich den Jobo 1520 mit 600ml Chemie bei 21,6 Grad genommen. Es fand keine Vorwässerung statt.

Folgende Vorgehensweise mit einem drei-Bad-Entwicklungskit:

  1. Den Entwickler eingefüllt und die erste Minute alle 15 Sekunden den Tank 4 mal gekippt
  2. 49 Minuten stehen gelassen mit dem Entwickler
  3. Gewässert bei 22 Grad
  4. Blix eingefüllt und wieder die erste Minute alle 15 Sekunden den Tank 4 mal gekippt
  5. 49 Minuten stehen gelassen mit dem Blix
  6. Anschließend schlussgewässert
  7. Eine Minute Stabilisierungsbad und anschließend mit Netzmittel gespült

Das Ergebnis kann sich meiner Meinung nach sehen lassen, es kamen weder unerwartete Fabrverschiebungen oder übermäßige Unter-/Überentwicklung zustande. Die Details in den Schatten sind leider nicht wirklich da, wobei es nicht nachzuvollziehen ist, ob es am Film oder der Entwicklung lag. Ein Vergleich unter gleichen Bedingungen aufgenommene Filme mit Standard C41 und Standentwicklung werde ich auf jeden Fall probieren.