Der Mythos Leica. Wohl kaum eine andere Marke in der Welt der Photographie ist so prestigeträchtig, sagenumwoben und schillernd. Einige der bekanntesten Photographen der Welt werden mit Leica in Verbindung gebracht – sei es Henri Cartier-Bresson, Robert Capa oder Bruce Gilden.

Um auf diesen Spuren zu wandeln, sind wir, Betty und Dennis, im Jahr 2019 nach Wetzlar gefahren, um die Brutstätte der wohl bekanntesten Kameras der Welt genauer zu betrachten.

Im Jahr 2014 ist Leica in den Leitz-Park eingezogen, im Jahr 2018 wurde das Leitz-Park-Areal dann final fertiggestellt. Dort befindet sich seitdem der Unternehmenssitz der Leica Camera AG, deren Archiv, das Ernst-Leitz-Hotel, der Flagship-Store sowie die Leica-Welt mit Ernst-Leitz-Museum.

Wir haben uns dem Areal photographisch genähert und die Architektur durch unsere Kameralinsen einfangen können. Der Leitz-Park ist architektonisch ein sehr interessanter Ort, der organische Formen mit klaren geometrischen Strukturen vereint. Zudem hält er sich mit Farben streng zurück und ist in einem einheitlichen Grau-Weiß gehalten. Einzig die grün getönten Scheiben eines Gebäudes sowie das zu diesem Zeitpunkt beige gewachsene Gras bringen einen farblichen Kontrast in die Szenerie.

Die Leica-Welt und das Ernst-Leitz-Museum sind wiederum das Gegenteil zur puristischen, einfarbigen Architekturwelt draußen: Je nach Ausstellung regieren hier Farben, Lichter und phänomenale Motive. Während unseres Besuchs wurden die Finalisten und Gewinner des LOBA ausgestellt. Der LOBA, der Leitz Oscar Barnack Award, wird seit 1979 anlässlich des 100. Geburtstages Oscar Barnacks, dem Erfinder der „Ur-Leica“, vergeben und ehrt die Arbeiten verschiedener Photographen, die sich den Themen Mensch und Umwelt konzeptionell oder dokumentarisch nähern.

Neben dieser Ausstellung gibt es das Leica-Archiv zu bewundern. Ausgestellt sind dort womöglich alle Modelle in jeglicher Varianz, von der Limited Edition der digitalen M10 hin zur Leica II, mit der das Unglück der Hindenburg dokumentiert wurde.

Der Leitz-Park und die Leica-Welt gehört unserer Meinung nach zu einem Ort, der von jedem Photographie-Enthusiasten besucht werden sollte. Selbst wenn eine Leica nie in der eigenen Kameratasche landen sollte, können sich doch wenige ihrem Bann entziehen. Zu groß sind die Namen, die mit Leica in Verbindung gebracht werden. Zu eindringlich sind die, häufig dokumentarischen, Bilderserien, die mit Leicas entstanden sind. Und dazu gibt es im Café der Leica-Welt auch noch leckeren Kaffee, umgeben von einigen der geschichtsträchtigsten Kameras der Photographie-Welt.


Betty Dangmann & Dennis Schröder

Hallo liebes Analog:Kollektiv,
wir heißen Betty und Dennis, sind 26 und 28 Jahre alt und im schönen Köln zu Hause.
Gemeinsam teilen wir mit der analogen Photographie dasselbe Hobby und dieselbe Faszination.
Dennis ist bereits seit 2013 der (digitalen) Photographie verfallen und gewann peu á peu immer mehr Begeisterung an der analogen Photographie und ihrer Entschleunigung.
Betty bekam vor zwei Jahren die alte Leica R4 ihres Vaters und lernte so den speziellen Look belichteter Filme zu lieben.
Am meisten beeindruckt uns Street Photography, ebenso gerne sind wir aber in der Architektur- und Reisephotographie zu Hause.
Liebste Grüße von uns beiden, Betty und Dennis

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